RMT und Goldfarmer - Studie

Real Money Trade (RMT) bezeichnet den Handel mit virtuellen Gütern gegen echtes Geld. Genau wie bei physischen Gütern führt der reale Handelswert auch bei virtuellen Gütern dazu, dass diese von Nutzern virtueller Ökonomien nicht nur für den Eigenbedarf produziert werden, sondern auch zum direkten Wiederverkauf. Beispiel: Ein World of Warcraft Spieler investiert täglich viele Stunden in die Entwicklung seines Avatars, nicht primär weil ihn die Parallelwelt so fasziniert, sondern weil er seinen Account nach der Entwicklung verkaufen möchte. Das professionelle Generieren von virtuellen Gütern ist inzwischen ein eigenes Berufsbild geworden, für welches sich der Begriff Gold Farming eingebürgert hat. Goldfarmer arbeiten nicht nur “freiberuflich” sondern werden z.B. in China sogar angestellt, die Arbeitsbedingungen werden in der Berichterstattung häufig kritisiert.

Nun gibt es von der University of Manchester, School of Environment and Development ein aktuelles Research Paper. Die Studie steht hier zum Download bereit. So wie es sich für eine wissenschaftliche Publikation gehört, wartet das Paper auf über 10 Seiten mit einer umfassenden Auflistung der herangezogenen Quellen auf - sehr empfehlenswert für Jeden, der sich tiefergehender mit dem Thema beschäftigen möchte.