TV-Duell: Steinmeier gewinnt Kampf ums Kanzleramt

Über 14 Millionen Menschen verfolgten gestern abend das TV-Duell ums Kanzleramt zwischen Merkel und Steinmeier (tatsächlich ein herber Rückgang gegenüber früheren Duellen). In Umfragen der Sender unter Fernsehzuschauern geht der Kanzlerkandidat der SPD insgesamt als Sieger aus der Diskussion hervor. Ganz klar für sich entschieden hat der derzeitige Außenminister den Kampf ums Kanzleramt auf jeden Fall auf wyp.de: auf dem Google Maps basierten “Facebook für Grundstücke” ist Steinmeier seit heute gleich Eigentümer des Kanzleramts. Auf dem Grundbuch findet sich bereits eine Nachlese zum TV-Duell, die in dem Wähleraufruf “Frank-Walter Steinmeier muss Kanzler werden!” mündet.

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WYP ist prinzipiell natürlich unpolitisch und überparteilich, wir freuen uns aber über das Interesse des SPD Parteivorstandes an unserer Plattform - schließlich eignet sich WhatsYourPlace ideal, um Wahlkampf 2.0 zu betreiben, was auch das Engagement der Piratenpartei beweist.

Und hier noch eine kleine Blog-Rundschau zum Thema:Ein Wrap-Up der Netz-Live-Berichterstattung findet sich beim Homo Politicus, so beispielsweise die Live-Transcripts von Mathias Richel und von “Hingesehen“. SPD Parlamentarier Frank Hofmann bemängelt die Ausweichmanöver von Frau Merkel, auch auf dem vorwärts-Blog und dem Blog vom Roten Team wird Steinmeier (nicht ganz überraschend) zum Sieger gekürt, aber auch unabhängige Blogger wie Dr. Werner Jurga oder Andreas Grieß sahen den Herausforderer vorne.

Es findet aber sich aber auch beißende Kritik an der Vorstellung der Kandidaten: Das Phrasen-Blog und Shankys Bubblethoughts halten es mit der Bild-Zeitung [Ergänzung: Shanky liest die BILD nicht und bezieht sich lediglich auf einen Spiegel-Artikel, welcher die BILD-Headline 1:1 rezitiert, siehe Kommentar unten] und kommentieren “Yes, wie gähn!” (auch Cem liest Bild), auch das Regioblog sah nur “erdrückende Langeweile“, Luto einen Hauch von Nichts, Lifereport hörte nicht mehr als schwammiges Dahingeplätscher und Supersonic vernahm “seichtes Gequatsche“. Martin Hiegl ernahm vor allem ein Duell der Moderatoren, von kläglicher Moderatorenleistung spricht gar Christoph Bieber, Rot steht uns gut sieht die journalisitische Leistung ebenfalls kritisch; vielfach vermisst: das direkte Duell zwischen den Kandidaten - men at work sprechen mit Westerwelle von einem Platzpatronenduell, auch das Blog netwege.de suchte vergeblich eine direkte DebatteDeathinfire kam die Familienpolitik in der Diskussion zu kurz, Bürgermeister Döhla hingegen vermisste Aussagen zur Bildungspolitik. Gleich gar nicht eingeschaltet hat das Verfassungsblog.