Tweets über Wolfskin jetzt mit direkter Weiterleitung an den Firmensitz

Wie spricht das Netz über Jack Wolfskin?

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Momentan ist der Name des Outdoorwear-Spezialisten ein absolutes Trending Topic bei Twitter. Damit die Meinungsäußerungen im Netz auch Gehör finden, leiten wir alle Wolfskin Tweets symbolisch direkt in die Firmenzentrale in Idstein. Wenn Sie also über Wolfskin twittern, erscheint Ihr Tweet sofort und live auf dem “Grundbuch” des Unternehmenssitzes! Natürlich haben wir Dawanda ein Werberecht auf dem Idstein-Gelände eingeräumt - besuchen Sie es doch einfach mal mit einem Klick hier.

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Doch moment, was ist eigentlich passiert? Eine kleine Rückblende, aus Blogschnippseln erstellt:

Die in regelmäßigen Abständen von unterschiedlichen Unternehmen veranlassten Abmahnwellen sind zweifellos eines der Aufreger-Themen im Netz. Zuletzt ist nun Jack Wolfskin dem Abmahnwahn verfallen - der Bekleidungshersteller ist bereits in der Vergangenheit durch fragwürdige Beanstandungen aufgefallen. Im Visier der Anwälte finden sich dieses Mal unter anderem Kleinanbieter von Tatzenabbildungen tragenden Handarbeiten, die über die Bastelcommunity dawanda angeboten werden.

Bekleidungskonzern gegen Bastelcommunity - eine Neubesetzung des Klassikers David gegen Goliath, bei welchem die Sympathien recht klar verteilt ist. So haben die an die Bastler verteilten Abmahnungen samt Kostennoten von rund 900 Euro zu mehr als einem Sturm im Wasserglas geführt - nicht zuletzt weil die Plattform in der Bloggerszene gut verlinkt ist. Die Meisten äußern ihr Unverständnis, wie Markenschutz so weit gehen kann, dass Pfotenabbildungen per se Gefahr laufen, abgemahnt zu werden: Nicht nur Wolfstatzen sind betroffen, wie z.B. die Abmahnung von Bearwear zeigt., einem Anbieter aus der schwulenBären-Community“. Eine konsequente Umsetzung der Abmahnpolitik würde in der Tat absurde Kreise ziehen.  Inzwischen kursieren Boykottaufrufe im Web - ein weiteres Paradebeispiel für die Macht der Konsumenten im Mitmachnetz, die für ein Unternehmen mit zweifelhaftem Geschäftsgebaren einen immensen Imageschaden herbeiführen kann.

Inzwischen hat der lautstarke Protest Wirkung gezeigt und Jack Wolfskin verzichtet weitgehend auf Durchsetzung der Kostennoten. Von Betroffenen freudig aufgenommen und einigen Kommentatoren als angemessen betrachtet, reagieren andere skeptisch auf die entsprechende PM von Wolfskin. Verkauft werden dürfen die dawanda-Pfotendarstellungen auch weiterhin nicht. Roland vom Werbeblogger, dem bei der Bündelung des Protestes eine zentrale Rolle zukommt, gibt sich mit der Pressemitteilung nicht zufrieden und fordert von Wolfskin, die Marke “völlig neu zu denken”. Zustimmung findet dies bei Jürgen von Createordie, viele vermissen eine Entschuldigung des Bekleidungsherstellers.

Nico Lumma rät dagegen auf dem Teppich zu bleiben, und sich auch mal in die Marke hineinzuversetzen, Jörg-Olaf von Netzpolitik sieht dies ähnlich.

Natürlich muss man differenzieren, und wer dem Markenrecht seine Daseinsberechtigung nicht völlig abspricht, der wird Abmahnungen als mögliches Wehrmittel akzeptieren müssen. Entscheidend ist das Maß, und hier glauben wir, dass tatsächlich Zeichen eines grassierenden Abmahnwahnes zu erkennen sind und die wild verteilten Kostennoten in keinem Verhältnis zum jeweils verursachten Schaden stehen. Wir unterstützen daher die Initiative und haben entsprechende Support-Buttons symbolisch auf dem Wolfskin Firmengelände platziert.

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